Gott lebt in Brüssel…

und ist ein Arschloch!

So lässt sich die belgische Komödie „Das brandneue Testament“ von  Jaco Van Dormael am besten zusammenfassen.

Der Film handelt jedoch weniger von Gott und dem Verhältnis zu seiner Tochter, sondern von deren Rebellion gegen den Vater. Gott als Misanthropen zu betrachten ist eine Verharmlosung. Seine Tochter sieht nur noch eine Chance – sie offenbart den Menschen ihre Sterblichkeit und ergreift die Flucht …

Van Dormael hat einen skurrilen aber liebenswerten Film über Gott, seine Tochter und die Menschen inszeniert, die mit ihrem Tod konfrontiert werden. Dabei ist diese Konfrontation nicht einmal bedrohlich sondern im Gegenteil – es befreit die Menschen aus dem engen und starren Korsett der Gesellschaft.

Zwar mag der ein oder andere überzeugte Christ sich durch solche Filme in seinem Glauben angegriffen fühlen, für mich persönlich ist dieser Film jedoch religiöser und christlicher als dass, was viele Vertreter der christlichen Institutionen uns tagtäglich verkünden und predigen.

„Das brandneue Testament“ ist eine der kleinen Perlen, die das europäische Kino regelmäßig hervorbringt und ist auf jeden Fall zu empfehlen.

 

Chineasy

Seit meiner Kindheit fasziniert mich China. Das erste Buch, welches mir China näher brachte, war ein Buch über eine Expeditionsreise von Audi durch China. Es folgten Abenteuerromane, Reiseberichte und historische Berichte über das Reich der Mitte, bis ich 1994 die Chance nutzte und nach China reiste.

Nach dem Abitur beabsichtigte ich eigentlich irgendetwas mit Chinesisch zu studieren aber letztlich entschied ich mich für Agrarwissenschaften und im Rahmen dieses Studiums war es nicht so ohne weiteres möglich an einer anderen Fakultät Chinesischkurse zu belegen. Irgendwann, als Studium und Fechten immer mehr Zeit einforderten verblasste meine Leidenschaft für dieses exotische Land und seine Kultur. Spätestens mit dem Einstieg in das Berufsleben war China nur noch ein Land weit weg vom hier und jetzt.

Bis ich im Rahmen einer Präsentation über TED-Talks auf folgendes Video von ShaoLan Hsueh gestoßen bin, welches meine Neugier an China und seiner Sprache erneut weckte…

Ich überlege mir ernsthaft dem Chinesischen beziehungsweise mir eine neue Chance zu geben. Chineasy wäre zumindest ein interessantes Projekt für die kalte Jahreszeit.

Eine Ikone der traditionellen Automobil-Manufaktur

Vor einigen Tagen schrieb ich über den Untergang der britischen Automobilindustrie. Neben den großen Marken waren auch die kleinen Automobil-Manufakturen von dieser Entwicklung betroffen – Jensen, Marcos oder TVR haben den Betrieb inzwischen eingestellt, während sich Bristol derzeit auf die Restaurierung und Modernisierung älterer Fahrzeuge beschränkt. Überlebt hat unter anderem die Morgan Motor Company und der Morgan 4/4.

An der Konstruktion des 4/4 hat sich seit den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts prinzipiell wenig geändert: ein Leiterrahmen aus Stahl und ein mit Aluminiumblech beplanktes Karrosseriegerüst aus Eschenholz. Lediglich die Technik wurde regelmäßig auf den aktuellen Stand gebracht und inzwischen verrichtet ein Ford Sigma Motor mit 1,6 Liter Hubraum seinen Dienst in dem klassischen Roadster.

Das obige Video – beginnend mit der Herstellung des Rahmen aus Eschenholz – zeigt, dass die traditionelle britischen Autoherstellung nicht untergegangen ist. Die Morgan Motor Company gehört zu den wenigen Manufakturen, die die Folgen der Thatcher Ära überlebt haben und, genauso wie Caterham Cars, auch noch im 21. Jahrhundert klassische und bezahlbare Sportwagen anbieten.

The Fast and the Furious…

Als ich dieses Video zum ersten Mal sah, musste ich unweigerlich an die Podrennen von Star Wars denken und auch dem Kommentator scheint es ähnlich ergangen zu sein.

Es war nur eine Frage der Zeit, bis die ersten Dronen-Piloten auf die Idee kamen mit ihren Fluggeräten gegen Gleichgesinnte Rennen zu fliegen und vermutlich werden wir in Zukunft nicht nur atemberaubende Videos sondern auch eine professionalisierte Renn-Liga sehen.

Ob leere Lagerhallen, Industrieruinen oder die Kanalisation einer Stadt – auf Anhieb fallen mir verschiedene Umgebungen ein, die sich für solche Rennen eignen würden. Dank der globalen Vernetzung werden weltweit Fans diese Rennen aus diversen Perspektiven miterleben und vermutlich auch vom heimischen PC aus aktiv – à la Rent-a-Racer – teilnehmen können.

Noch steckt diese Rennszene in ihren Kinderschuhen aber ich bin mir sicher, dass dies erst der Anfang ist.

Jetzt muss ich auch noch über das Film-Stöckchen springen….

Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen

Hätte ich nur auf diese alte Weisheit gehört, so wäre alles anders gekommen. Statt dessen dachte ich, dass dieser Artikel ruhig bis morgen warten könnte, nachdem Jens mir dieses Stöckchen zugeworfen hat. Inzwischen, mehr als 24 Stunden später, werde ich von alle Seiten mit Baumstämmen zugebombt, was auch bedeutet, dass mir die potentiellen Opfer langsam ausgehen, die ich ebenfalls mit meinem Stöckchen beglücken könnte…
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