Gott lebt in Brüssel…

und ist ein Arschloch!

So lässt sich die belgische Komödie „Das brandneue Testament“ von  Jaco Van Dormael am besten zusammenfassen.

Der Film handelt jedoch weniger von Gott und dem Verhältnis zu seiner Tochter, sondern von deren Rebellion gegen den Vater. Gott als Misanthropen zu betrachten ist eine Verharmlosung. Seine Tochter sieht nur noch eine Chance – sie offenbart den Menschen ihre Sterblichkeit und ergreift die Flucht …

Van Dormael hat einen skurrilen aber liebenswerten Film über Gott, seine Tochter und die Menschen inszeniert, die mit ihrem Tod konfrontiert werden. Dabei ist diese Konfrontation nicht einmal bedrohlich sondern im Gegenteil – es befreit die Menschen aus dem engen und starren Korsett der Gesellschaft.

Zwar mag der ein oder andere überzeugte Christ sich durch solche Filme in seinem Glauben angegriffen fühlen, für mich persönlich ist dieser Film jedoch religiöser und christlicher als dass, was viele Vertreter der christlichen Institutionen uns tagtäglich verkünden und predigen.

„Das brandneue Testament“ ist eine der kleinen Perlen, die das europäische Kino regelmäßig hervorbringt und ist auf jeden Fall zu empfehlen.

 

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