365 Days of Ricoh

Auf den ersten Blick ist mein Fotoprojekt “365 Days of Ricoh” ein Fiasko, trotzdem betrachte ich es nicht als gescheitert.

Day 122 - ColonnadeDie größte Herausforderung war es, täglich ein interessantes Motiv zu finden und zu fotografieren. Oft scheiterte es am Faktor Zeit beziehungsweise an meinem Unwillen eine kurze Pause zum Fotografieren einzulegen. Auch hat mich meine Entscheidung nur die Ricoh GR für das Projekt zu nutzen stark eingeschränkt. Die Ricoh ist ideal für die Landschafts- und Straßenfotografie aber für Konzerte oder Veranstaltungen fand ich die GR mit einer Brennweite von 18,3mm (Blende f2.8) zu weitwinklig und zu lichtschwach.

Die Vorteile der Ricoh sind ihr kompaktes und robustes Gehäuse, die sehr intuitive Bedienung und das sehr scharfe Objektiv. Gerade als Reise- und Reportagekamera fand ich die Ricoh, in Kombination mit einer Eye-Fi-Karte und dem iPad, ideal. Was mir persönlich fehlte war der Sucher, wobei ich – trotz Festbrennweite – einen elektronischen Sucher einer optischen Lösung vorziehen würde.

Bandra Station, Mumbai

Aber zurück zum Projekt; neben der Zeit war die Motivauswahl eine große Herausforderung. Ohne täglich durch die Stadt zu ziehen um neue Ecken und Objekte zu entdecken, gehen einem früher oder später die Motive aus. Doch als Berufstätiger, der 99% seiner Arbeitszeit am Schreibtisch verbringt, sind Fototouren eher selten. Auch fehlte mir oft die Zeit die Fotos zu bearbeiten und zu veröffentlichen. Inzwischen befinden sich hunderte unbearbeiteten Fotos auf meinem iPad, die seit Juni auf ihre Veröffentlichung warten. Irgendwann, vielleicht Morgen oder am Tag danach, werde ich mich hinsetzen und die Bilder bearbeiten und nachträglich auf 365 days of ricoh veröffentlichen.

AnsharparkTrotzdem hat das Projekt mir viel gebracht: die Ricoh GR beherrsche ich inzwischen fast blind, ich kenne meine fotografischen Schwächen und Stärken besser und weiß, welche Genres mich interessieren beziehungsweise welche Stilrichtungen ich in den nächsten Monaten und Jahren ausprobieren und entdecken will. Dazu gehört unter anderem die Portrait- und die Urbex-Fotografie.

Das Jahr 2016 sollte daher fotografisch interessant werden…

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