Konsens statt Demokratie

Kiel hat wieder einmal keinen Oberbürgermeister und erneut müssen die Kieler zur Wahlurne pilgern um einen neuen Verwaltungschef wählen. Nachdem bei der letzten Wahl fünf Kandidaten antraten, soll diesmal eine gemein­same Fin­dungs­kom­mis­sion ein­be­ru­fen werden um einen geeigneten Kandidaten zu finden. Dieser Vorschlag von SPD, Grünen und SSW wird auch von der Kieler FDP unterstützt.

Verständlich, dass man nach dem Debakel mit der letzten Amtsinhaberin diesmal einen anderen Weg gehen will. Man sucht einen versierten Verwaltungsmann, der das Vertrauen der derzeitigen Koalition im Kieler Rathaus genießt und hoffentlich nicht den internen Intrigen zum Opfer fällt. Doch wie demokratisch ist dieser Schachzug?

Haben die Kieler überhaupt noch eine freie Wahl, wenn eine Findungskommission breits im Vorfeld einen bestimmten Kandidaten ausgekungelt hat? Denn der Kandidat, der von dieser Kommission vorgeschlagen wird, genießt die politische Unterstützung von SPD, Grünen, SSW und vermutlich auch der FDP.

Wünschenswert wäre es jedoch, wenn die Findungskommission eine Vorauswahl trifft und den Bürgern drei oder vier potentielle Kandidaten präsentiert, die geeignet sind die Verwaltung der Landeshauptstadt zu leiten. Dann hat der Kieler zumindest Alternativen zwischen denen er seine Wahl treffen muss.

Wenn der Bürger jedoch nur noch das Recht hat die Entscheidung der Findungskommission am Wahltag abzunicken, dann frag ich mich wozu wir überhaupt noch den Oberbürgermeister wählen müssen. Wäre es dann nicht ehrlicher, wenn – wie in der Zeit vor 1997 – die Ratsversammlung direkt entscheidet wer Leiter der Kieler Verwaltung wird?

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2 Gedanken zu “Konsens statt Demokratie

  1. Dieser Beitrag ist, mit Verlaub lieber Alex, Bullshit! Insgesamt sachlich falsch. Habe ich Dich auch schon mündlich drauf hingewiesen! 🙂

    Korrigiere ihn doch bitte, oder nimm ihn raus. 🙂

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