Neues an der Förde (27.8.)

Sommerloch trotz Wahlkampf? Zumindest ist im Land zwischen den Meeren wenig passiert. In Kiel und Lübeck fahren die Busse wieder oder anders formuliert: Verdi belässt es bei „Warnschuss“.

Die DPA berichtet, dass nach Ansicht Thilo Weicherts die Aufarbeitung von NSA-Vorwürfen unzureichend sei.

Habeck, Energiewendeminister (und Nebenerwerbsagrarminister), bekräftigt in topagrar seine Bereitschaft zum Dialog mit den Landwirten, ohne jedoch von seinen Positionen abzurücken.

Bleiben wir bei der Landwirtschaft: wie die SHZ berichtet, droht schleswig-holsteinischen Haselnüssen ein Migrationsverbot. Angeblich soll in Zukunft der genetische Ursprung darüber entscheiden welche Pflanzen (nicht nur Haselnüsse) wo angepflanzt werden dürfen. Was sich im ersten Moment wie ein Schildbürgerstreich anhört, ist, wie ein Blick in das Bundesnaturschutzgesetz zeigt, Realität:

§ 40 (4) Das Ausbringen von Pflanzen gebietsfremder Arten in der freien Natur sowie von Tieren bedarf der Genehmigung der zuständigen Behörde. Künstlich vermehrte Pflanzen sind nicht gebietsfremd, wenn sie ihren genetischen Ursprung in dem betreffenden Gebiet haben. Die Genehmigung ist zu versagen, wenn eine Gefährdung von Ökosystemen, Biotopen oder Arten der Mitgliedstaaten nicht auszuschließen ist.

Weitere Informationen finden sich in folgenden Bericht, der im Auftrag des Bundesamt für Naturschutz verfasst wurde: Grundlagen für die Entwicklung einer nationalen Strategie gegen invasive gebietsfremde Arten. Ob sich jedoch die Ameisen (Formica fuscocinerea), die sich derzeit in Mitteleuropa ausbreiten, von §40 BNatSchG beeindrucken lassen, wage ich zu bezweifeln.

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