E10 – teurer Ökopopulismus

Zum Jahreswechsel sollte eigentlich der neue E10-Kraftstoff eingeführt werden. Hintergrund für diese politische Entscheidung sind in erster Linie Interessen der Agrarindustrie, denn zur Zeit wird Biokraftstoff der 1. Generation auf Basis von Getreide, Mais und Zuckerrüben hergestellt. Um den ganzen auch ein ökologisches Mäntelchen zu verpassen, verspricht man sich von diesem Schritt eine CO2-Reduktion von 35 Prozent, doch gibt es keinerlei Studie, die dies bestätigt.

Nun schreibt die Welt, dass “die große Mehrheit der Deutschen plötzlich den verkehrten Treibstoff” tankt. Aber seit wann ist der alte Super-Kraftstoff der verkehrte Kraftstoff? Diese Frage kann auch die Welt nicht beantworten. Statt dessen wird behauptet, dass aus Unkenntnis die Autofahrer den falschen, teureren, Kraftstoff tanken. Doch dieser “falsche” Kraftstoff ist in weiten Teilen Deutschlands auch weiterhin der handelsübliche Kraftstoff. Ebenso wird in diesem Artikel ignoriert, dass die Energiedichte von Ethanol geringer ist und somit der Kraftstoffverbrauch um bis zu 5 Prozent ansteigt. Bei einem PKW mit einem Durchschnittsverbrauch von 7,4 l/100 km bedeutet dies bei einer Strecke von 100 Kilometer einen Mehrverbrauch von 0,45 Liter E10 und Mehrkosten von 30 Cent.

Das neue Super E10 mag zwar um die 3 Cent/l billiger sein als Super E5, doch die Beispielrechnung zeigt, das unterm Strich das “teurere” Super E5, Aufgrund des geringeren Verbrauchs, preiswerter sein kann.

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