Der Super-GAU für die Atomlobby

Der Zeitpunkt für brisante Enthüllungen ist meist genau geplant worden, so auch in diesem Fall. Am Sonntag finden die Bundestagswahlen statt und insbesondere für die Energiewirtschaft bedeutet die Wahl eine Weichenstellung für die Zukunft: es geht um den Ausstieg vom Ausstieg!

Während der rot-grünen Koalition wurde der Atomausstieg beschlossen. Während der großen Koalition unter Dr. Angela Merkel war die Laufzeitverlängerung immer wieder ein Thema, scheiterte jedoch am Koalitionspartner SPD. Aber nach der Wahl, so die Hoffnung einiger Konzerne, könnte es eine politische Mehrheit für eine solche Laufzeitverlängerung geben, gesetz den Fall, dass die richtigen Parteien die notwendige Mehrheit erlangen.

Statt dessen erfolgt eine brisante Enthüllung nach der Anderen: sei es der Manipulationsverdacht bei der Auswahl des Standort Gorleben, die Atomstudie, die angeblich seit ca. drei Monaten von der Bundesforschungsministerin Annette Schavan zurückgehalten wurde (und inzwischen veröffentlicht ist), der Auftrag des Wirtschaftsministerium zur Untersuchung der Sicherheit von modernen Atommeilern an die Gesellschaft für Reaktorsicherheit (GRS) oder das interne Strategiepapier der „Atomlobby“, über dass Spiegel Online berichtet hat.

Der „schädlicher Medientenor“, den die „Atomlobby“ fürchtet, hat 4 Tage vor der Wahl seinen Höhepunkt erreicht. Für die Atomlobbyisten muss dies der Super-GAU sein, denn das was verhindert werden sollte geschieht just in diesem Moment zu einen denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Auf der anderen Seite muss man die Frage stellen ob diese Veröffentlichungen zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht ebenso das Werk von Lobbyisten ist, denn auch die Atomkraftgegner haben eine sehr starke Lobby- Der Zeitpunkt ist jedenfalls ideal um den Plänen der Energiekonzerne und der Atomlobby einen dicken Strich durch die Rechnung zu machen.

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Ein Gedanke zu “Der Super-GAU für die Atomlobby

  1. die atomkraftgegner haben keine bezahlen pr-geier, die lügen verbreiten. die atomkraftgegner sind menschen, wie du und ich, die sich etwas längerfristig, als die atomlobby über die zukunft gedanken machen.

    sagt: die stimme

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