Eine strahlende Zukunft

In weniger als zwei Wochen findet die Bundestagswahl statt und es wird sich entscheiden wer bzw. welche Koalition uns die nächsten 4 Jahre regieren wird. Trotz allem ist der Wahlkampf langweilig, das TV-Duell am vergangenen Sonntag verließen nur Moderatoren und der TV-Journalismus als Verlierer. Die Kanzlerin und ihr Herausforderer zeigten sich als eingespieltes Team, die reinste PR für die Wiederwahl der großen Koalition.

Doch nun ist die Bombe – in Form eines Gutachtens – geplatzt. Im Auftrag der Forschungsministerin Annette Schavan (CDU) wurde die Studie „Konzept für ein integriertes Energieforschungsprogramm für Deutschland“ geschrieben und in dieser sprechen sich die beteiligten Wissenschaftler unter anderem für den Neubau von Kernkraftwerken in Deutschland aus. Diese Forderung nach dem Ausstieg vom Ausstieg beschert dem mauen Wahlkampf die fehlende Würze.

Die Zeit des großkoalitionären Duett ist vorbei, denn das wovor Ortwin Renn, Mitglied im Präsidium der Deutsche Akademie der Technikwissenschaften (Acatech), gewarnt hat, tritt nun in Kraft. Das energiepolitische Konzept wird Wahlkampfthema und liefert insbesondere den Grünen und Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) die nötige Munition um sich auf den politischen Gegner einzuschießen.

Langsam aber sicher werden die Differenzen zwischen den Koalitionspartnern deutlicher. Die Energiepolitik kann jedenfalls die Bananenschale sein, über die die Union im Endspurt ausrutscht. Ob sie auch zu Fall kommt, dass wird der 27. September zeigen.

Advertisements