Carstensens Fauxpas

Am Wochenende vor der Wahl frohlockte die Union noch. Laut Infratest dimap kommen CDU und FDP auf 51 %, während die SPD 14,7 % verlieren würde. Doch bereits am Freitag tauchten in der Presse die ersten Gerüchte auf, dass Carstensen hinsichtlich der Sonderzahlungen an Nonnenmacher den Parlamentspräsidenten Martin Kayenburg (CDU) falsch informiert hat. Diese Gerüchte haben sich, einen Tag bevor der Landtag über seine Auflösung beschließt, bestätigt:

Das ist eine Formulierung, über die ich vielleicht ein bisschen flott hinweggegangen bin.

Ein bemerkenswerter Vorgang, der Ministerpräsident überfliegt und unterschreibt „ein bisschen flott“ einen Brief an den Parlamentspräsidenten in dem steht, dass beide Fraktionen den Sonderzahlungen zugestimmt haben!

War dies wirklich nur ein Fauxpas? Ralf Stegner hat dementiert, dass die SPD der Sonderzahlung zugestimmt hat. Ministerpräsident Carstensen war „stinksauer“ und kurz darauf hat die CDU-Fraktion das Aus der großen Kieler Koalition beschlossen, da die SPD angeblich ein unzuverlässiger Koalitionspartner sei. Inzwischen weiß ganz Deutschland welcher der Kieler Koalitionspartner seiner politischen Verantwortung nicht nachgekommen ist und sich in Folge dessen in die Büsche geschlagen hat.

Sonderzahlung, Falschaussagen, Schuldzuweisung und Koalitionsbruch! Es stellt sich die Frage wie lange noch Peter Harry Carstensen das Vertrauen der Wähler genießt und wie sich diese Enthüllung auf die kommenden Wahlen auswirken wird. Carstensens Fauxpas kann der CDU den (noch) sicher geglaubten Wahlsieg kosten.

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