Die Kunst abzulenken

Zuerst beschlossen die Delegierten auf den CDU-Bundesparteitag, das Deutsch im Grundgesetz verankert werden soll, und nun äußert Ströbele sein Schwarzrotgoldenes Unbehagen.

Banken- und Finanzkrise, die mögliche Insolvenz der großen US-Autokonzerne, die drohende Rezession, das Konjunktorpaket, Gutscheine, Kindergeld, sogar der heutige Internationale Tag des Ehrenamtes ist vergessen, denn es geht um unsere deutsche Leitkultur!

Mir persönlich ist es egal wie sich Ströbele beim Anblick des schwarz-rot-goldenen Flaggenmeers zu sportlichen Großereignissen fühlt, den wir haben derzeit wichtigere Themen um die sich unsere Politiker kümmern müssen. Für ein Flaggenstreit ist jetzt nicht nur der falsche Zeitpunkt, sondern Ströbele äußert sich reichlich spät. Die Fußball-WM ist schon lange vorbei. Anstatt sich jetzt auf eine unsinnige Diskussion einzulassen und somit Ströbele Aufmerksamkeit zu schenken, sollte man ihn und seine Ansicht einfach ignorieren und ihn mit politischer Missachtung strafen. Denn für einen Politiker, der das Rampenlicht und die Berichterstattung in den Medien sucht – wie Ströbele mit seiner bewussten Provokation – ist nichts schmerzhafter als wenn man ihn ignoriert und somit keinerlei Plattform für die Selbstinzinierung bietet.

Stellt sich nur die Frage wovon Ströbele eigentlich ablenken will? Etwa davon, daß die Grünen für die derzeitige Krise keinerlei Lösung anbieten können oder davon, dass Finanzminister Steinbrück und Kanzlerin Merkel versuchen ohne blinden Aktionismus Deutschland durch diese globale Krise zu manövrieren…?

Ob jedoch eine Flaggendebatte geeignet ist davon abzulenken, dass die Grünen keinerlei politischen Lösungsvorschläge haben und somit auch keine Kompetenz besitzen als potentieller Koalitionspartner die derzeitigen Probleme zu lösen, wage ich zu bezweifeln .

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2 Gedanken zu “Die Kunst abzulenken

  1. „Leitkultur“ ist ja nun auch so ein besetzter Begriff… Ich bin selber in solchen Fragen mitunter so konservativ, dass es mich selbst überrascht. Aber die bundesdeutsche Realität ist doch nun einmal, dass wir von einer „deutschen Leitkultur“ nur schwer sprechen können, ohne in fast schon nationalistische Töne umzuschlagen.
    Besinnung auf unsere Werte ist gut, aber besonders als Einwanderungsland haben wir die Verantwortung, „Multi-Kulti“ lebending zu gestalten. Denn das ist nun einmal die Situation, wie wir sie haben.

  2. Früher dachte ich immer, die meinen „Lightkultur“ und dass das was mit Margarine statt Butter und mit Partikelfiltern in Dieselautos zu tun hat.

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