Das Demokratieverständnis des Zählkandidaten

Peter Sodann, derzeit der Kandidat der Linken für das Amt des Bundespräsidenten hat der Sächsischen Zeitung ein Interview gegeben, welches ein recht interessantes Bild des Kandidaten vermittelt. Ist es wirklich genug, dass der Kandidat nur kandidiert, weil er gefragt wurde? Dieser Eindruck bleibt während des ganzen Interviews bestehen – Sodann, ein reiner Zählkandidat ohne Inhalte und ohne Visionen?

Reicht es, daß er als Kandidat für das höchste Amt die Nationalhymne ändern will? Reicht es, daß er Bush – dessen Amtszeit noch vor der Wahl des Bundespräsidenten endet – nicht treffen will? Reicht es, daß er dem Papst seine Meinung – welche Meinung – sagen will? Sodann äußert sehr deutlich seine Meinung zu und über unsere Demokratie.

Das er Ackermann ohne rechtliche Grundlage verhaften würde, zeigt aber auch was er von unserem Rechtsstaat und den Grundprinzipien wie Gleichheit vor dem Gesetz und dem Prinzip der Unschuldsvermutung hält. Populistische Äußerungen, der alte Klassenkampf, der Versuch die unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten gegeneinander auszuspielen… sind dies die Worte eines Mannes der die Seele des Volkes ausdrücken will?

Wenn Sodann wüsste wie die Menschen in Deutschland leben würden, würde er unsere Gesellschaft nicht in Arm und Reich, in Weiß und Schwarz, in Gut und Böse unterteilen. Diese – für „Die Linke“ typische Rhetorik – zeigt wieder, daß diese Partei eine reine „Klientenpolitik“ betreibt, man große Teile der Bürger und Wähler ignoriert und versucht die Gesellschaft zu spalten. Dadurch verspielt Sodann – und auch Die Linke – ihren Anspruch das Volk vertreten zu wollen.

Der Schauspieler Peter Sodann spielt – mangels Alternativen – für Lafontaine und Gysi den Zählkandidaten, der viel redet aber nichts zu sagen hat.

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