Die Mär des Ein-Euro-Jobs

Der Ein-Euro-Job, die arbeitsmarktpolitische Lösung der Rot-Grünen Koalition. Doch statt dessen sind die Ein-Euro-Jobs ein politisches Fiasko für die Regierung. Nicht nur, dass diese Ein-Euro-Jobs mit bis zu 500 Euro pro Arbeitsplatz gefördert wird, wie Frontal21 heute berichtet sondern die 1-Euro-Jobs kosten in erster Linie Arbeitsplätze.

Der Ein-Euro-Job, der Feind deutscher Arbeitsplätze!

Das Handwerk beklagt, dass die Ein-Euro-Jobs im kommunalen Bereich Arbeitsplätze kostet, da handwerkliche Leistungen nun an Arbeitslose zu geringeren Kosten für die Arbeitgeber vergeben werden. Nicht nur, das Arbeitsplätze verloren gehen sondern auch Steuereinnahmen, Abgaben für die Sozial-, Renten- und Krankenkassen gehen so dem System verloren. Insofern ist der Staat der doppelte Verlierer bei den Ein-Euro-Jobs.

Neues Ungemach droht dem Staat aber auch den Gemeinden und Kommunen durch die Gewerkschaften und Langzeitarbeitslose, die inzwischen vor Arbeitsgerichten gegen die Ein-Euro-Jobs klagen, da diese Zusatztätigkeiten reguläre Arbeit verdrängen. Statt den vollen Tariflohn zu zahlen werden die Arbeitslosen für die Zusatztätigkeit mit Einem Euro abgespeist. Und das für Abrissmassnahmen, gewöhnliche Fahrtätigkeiten oder Gartenbautätigkeiten. Zusatztätigkeiten sind diese mit Sicherheit nicht.

Das Versprechen, dass die Ein-Euro-Jobs 600.000 Langzeitarbeitslosen eine Beschäftigung bieten wird, blieb ein hoch gestecktes Ziel, welches die Regierung mit ca. 200.000 Zusatzjobs nicht erfüllen konnte.

Die Bundesregierung hat im Bereich der Arbeitsmarktpolitik auf der gesamten Linie versagt!

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2 Gedanken zu “Die Mär des Ein-Euro-Jobs

  1. Die Idee des 1-Euro-Jobs war so übel gar nicht, die Möglichkeit, Jobs, die, wenn sie von einem normalen Arbeitsnehmer erledigt werden würden, wesentlich zu teuer kämen und die deshalb überhaupt nicht gemacht werden, an Sozialhilfeempfänger für ein Zubrot zu geben.
    Das Problem dabei ist der Missbrauch. Eigentlich sollte es ja vom Gesetz her unmöglich sein, z.B. einen Gärtnerjob auf mehrere 1-Euro-Jobs zu verlegen. Gemacht wird es trotzdem.

  2. Das Ding heisst nicht 1-Euro-Job, sondern Mehraufwandsentschädigung (kurz MAE). Ziel ist es auch nicht, dass ein Langzeitarbeitsloser diese Maßnahme sein restliches Leben bestreitet. Es soll einfach erreicht werden, dass einem seit mehreren Jahren Arbeitslosen mal wieder ein aktuelles Arbeitszeugnis ausgestellt wird und möglicher Weise dadurch zu einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung verholfen wird. Missbrauch wird leider immer betrieben. Aber von der Idee ist eine MAE sicher nicht das schlechteste.

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