Von der „Sozialistischen Einheitspartei“ zu „Die Linkspartei“

Vor 59 Jahren gab es schon einmal einen Zusammenschluss linker Parteien, als in der SBZ die SPD und die KPD zur SED (zwangs-) vereinigt wurden. Nun ist es wieder soweit, denn bereits heute kann man die PDS nicht mehr über sozialisten.de oder pds-online.de erreichen, statt dessen wird man automatisch auf linkspartei.de weitergeleitet. Interessant ist, dass der pop-up Blocker von Firefox erstmal die Seite sperrt. Solange man sich der Werbung verweigert (zur Zeit 1&1 DSL) bleibt die Seite leer…

Dass Die Linkspartei politisch interessierte Menschen mit Werbung beglückt, überrascht. Ironie der Geschichte, dass man die politischen Ziele der Partei nur dann genießen kann, wenn man sich der kapitalistischen Werbung ausliefert? Meiner Meinung nach ein Armutszeugnis für eine sozialistische Partei.

Abgesehen von der Kommerzialisierung der Website zeigt das Votum den Kurs den zukünftigen Kurs der Linkspartei, denn der zweite Aufbruch, wie Bisky es treffend formulierte, bedeutet nichts anderes als den mittelfristigen Zusammenschluss von WASG und PDS zur SED des 21. Jhdt. Da WASG/PDS nach Angaben diverser Umfragen bei der voraussichtlichen Wahl im Herbst mit ca. 11 % der Stimmen rechnen können, wird man sehen, wie gut linke Sozialdemokraten mit den Reformlinken zusammenarbeiten, oder ob dieses Bündnis an internen Differenzen scheitert und die Abtrünnigen, ebenso wie die USPD, reumütig in den Schoss der Mutterpartei zurückkehren

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Ein Gedanke zu “Von der „Sozialistischen Einheitspartei“ zu „Die Linkspartei“

  1. Ein Parteitag der zur PDS umbenannten SED hat entschieden:
    Nach der Umbennenung in SED-PDS (am 16. Dezember 1989) und der dann erfolgten Umbennung in PDS (am 4. Februar 1990) hat jetzt am 17. Juli 2005 der Parteitag der SED/SED-PDS/PDS entschieden, d…

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