Die Trickkiste der NS-Vergleiche… kein Tabu für Sozialdemokraten

Nach Herta Däubler-Gmelin und Thilo Sarrazin (Berliner Finanzsenator) nun SPD-Fraktionsvize Ludwig Stiegler – NS-Vergleiche sind für SPD-Politiker schon lange kein Tabu mehr, wenn es gegen den politischen Gegner geht. Und mit welcher Begründung diese Vorwürfe hergeleitet werden, ist abenteuerlich.

Sarrazin wirft Eltern vor, dass sich diese aufführen als wenn man ihre Kinder ins KZ stecken würde, Däubler-Gmelin vergleicht Bush mit Hitler und Stiegler kommentiert das Wahlprogramm der Union mit Arbeit macht frei. Das ist das, was mir bei diesem Begriff einfällt.

Es bleibt abzuwarten, wie die SPD auf diese Entgleisung von Stiegler reagiert. Tolerieren kann und darf man es nicht, wenn man die Verbrechen und die Rhetorik des Nationalsozialismus für politische Stammtischparolen missbraucht. Und gerade Stiegler fällt in diesem Zusammenhang nicht zum ersten Mal auf, denn bereits 2002 verglich er CDU, CSU und FDP mit den Parteien die 33 fürs Ermächtigungsgesetz gestimmt haben.

Wer den Wahlkampf mit solchen Mitteln bestreitet, der disqualifiziert sich selber.

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