Der Frust mit XP

Jeder kennt es, das Problem mit Spyware, Viren und anderem Ungeziefer auf dem PC, doch seit Ende 2003 habe ich mich erst in kleinen Schritten, dann in größeren immer stärker von Microsoft Windows verabschiedet und bin zu Linux migriert.

Für mich nicht der erste Wechsel des OS. Mitte der 80er machte ich mit dem Sinclair QL (QDOS) meine ersten Schritte, dann folgte der Amiga 500 mit dem ersten graphischen OS. Meine ersten Erfahrungen mit Microsoft Windows 3.11 machte ich auf einem 486er mit 25 MHz. Nach dem Abi wechselte ich zu IBM OS2, dann zu Windows 95 und 98, wobei ich in der Uni auch NT3.5, NT4.0 und Windows 2000 nutzte.

Aber zurück zu Windows XP: Anfang 2004 kaufte ich mir einen Laptop mit vorinstallierten XP Home, der als Dual-boot-System ebenfalls mit dem französischen Mandrake Linux 10.1 beglückt wurde. Nach mehr als einem Jahr erschien mir XP recht träge, nicht nur im Vergleich zu Linux sondern eher weil Programme 2 bis 3 Minuten brauchten um zu starten und zu reagieren. Daher beschloss ich diesen Sonntag XP frisch zu installieren. Die Grundinstallation lief ohne große Probleme, jedoch mussten danach die Hardwaretreiber für Graphikkarte, Netzwerkkarten, Wlan etc manuell installiert werden, ebenso wie diverse Softwareprograme. Im Vergleich zu Linux war die Installation wesentlich zeitaufwendiger und arbeitsintensiver.

Heute morgen sollten die notwendigen Sicherheitsupdates installieren werden, doch anders als mit Linux kann man nicht alle Updates auf einmal installieren, sondern nach den ersten 23 Updates muss der Rechner neu gebootet werden. Als nächstes folgte das Service Pack 2, welches nach erfolgreicher Installation ebenfalls einen Reboot voraussetze, bevor die aktuellsten Sicherheitsupdates durch den Windows-Update-Installer heruntergeladen wurden. Ebenso bot mir Microsoft ein Update für die Hardware meines Dell Laptops (Dell Inc. – Video – Intel(R) 82852/82855 GM/GME Graphics Controller) an, ein folgenschwerer Fehler, denn nach dem obligatorischen Reboot war die Grafikauflösung auf 640×480 und 4 Bit Farben beschränkt. Die erfolglose Suche nach dem Problem kostete sowohl Zeit als auch Nerven, denn die Auflösung wollte sich nicht ändern lassen. Da sich dieses Update auch nicht deinstallieren lies, beschloss ich mit auf der Webseite von Intel nach einem alternativen Treiber zu suchen, was dann auch das Problem nach mehr als einer Stunde ausprobieren löste.

Meine Grafikauflösungen beträgt wieder 1024 x 768 Pixel bei 32 bit, alle Software die ich von Zeit zu Zeit unter Windows brauche ist in der neusten Version installiert, die Programme starten ohne Zeitverzögerung und ich weiß einmal mehr, warum ich von Windows zu Linux gewechselt bin. Die Behauptung, das Windows einfacher zu installieren sei als Linux hat sich heute für mich endgültig als Mythos erwiesen…

PS: Der Microsoft Update Manager bietet mir auch weiterhin diesen Hardwaretreiber für Dell/Intel 855 Graphic controller an. Ein Update von dem ich aus eigener Erfahrung abrate 😉

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