WASG und PDS ? die politische Einheit 15 Jahre nach der Wiedervereinigung?

Der dritte Oktober 1990, der Tag der deutschen Einheit aber keiner erinnert sich heute daran, das von 15 Jahren der damalige Kanzlerkandidat Oskar Lafontaine die Deutsche Einheit ablehnte. Die SPD hatte enge politische Kontakte zur SED, forderte jahrelang die politische Anerkennung der DDR und deren Staatsbürgerschaft und eine Änderung der Präambel des Grundgesetz. Noch 1987 wurde von der SPD und SED ein gemeinsames Papier veröffentlicht. SPD-Politiker befürworteten den dritten Weg der DDR zwischen Kapitalismus und Kommunismus und lehnten die Sackgasse der Wiedervereinigung ab. Inzwischen haben sich unzufriedene Sozialdemokraten zur WASG zusammen und den Weg zur PDS gefunden. Der gemeinsamen Liste steht nichts mehr im Weg und der Kritiker der Wiedervereinigung Lafontaine scheint einer der Spitzenkandidaten zu sein. Wer hätte das 1990 vermutet? Vereinigt treten im Herbst 2005 ehemalige SED und PDS Politiker als linke Alternative an, wohl um den dritten Weg der DDR, von dem damals unter anderem Walter Momper schwärmte, umzusetzen. Wohin dieser Weg führte, wissen wir seid dem 9. November 1989.

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Ein Gedanke zu “WASG und PDS ? die politische Einheit 15 Jahre nach der Wiedervereinigung?

  1. Ach, wenn man sich viele SPD-Vertreter heutzutage anhört, dann erinnern die sich schon dran…

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