Und der Eee PC läuft und läuft…

Anders gibt es keine Erklärung dafür das sich fast täglich ein fremder Leser auf meinen Blog verirrt um ausgerechnet den Artikel Mein “fluxflux” Eee – eine Alternative zu Xandros Linux zu lesen. Dabei hat sich seit November 2008 einiges getan. Aus FluxFlux und Slack2Go wurde das neue Projekt Lin2Go, welches das auf Slackware basierte fluxflux-sl veröffentlicht. Die ISO des aktuellen Release (2009.3) als auch des neusten Snapshot (20100123) kann man hier herunterladen.

Aber es gibt auch noch andere Alternativen für den kleinen Eee PC 701 (4G). Zwischenzeitlich experimentierte ich mit Debian, für das es auch eine sehr gute Dokumentation gibt, mir persönlich jedoch nicht so gut gefallen hat. Im Frühjahr 2009 gab ich Ubuntu eine neue Chance und im Gegensatz zu 8.10 lief 9.04 out of the Box, auch wenn der interne SSD-Speicher fast vollständig von Ubuntu in Beschlag genommen wurde. Lieber wäre mir eine schlanke Version von Ubuntu gewesen, bei der ich nach eigenen Gutdünken die für mich wichtigen Softwarepakete per apt-get installieren kann (also Debian für Dummies).

Somit bin ich zu Eeebuntu gekommen, welches in 4 verschiedenen Versionen (Standard, NBR, BASE und LXDE) existiert. Während EB3 Standard am ehesten einem für den Eee PC optimierten Ubuntu entspricht, übernimmt NBR den alternativen Desktop des Ubuntu Netbook Remix. BASE ist wie der Name bereits vermuten läßt eine auf’s Minimum reduzierte Variante während LXDE (Beta) anstatt von Gnome LXDE als Arbeitsumgebung nutzt. Da ich eine Basisinstallation suchte war das 562.4 MB große BASE-Release meine erste Wahl. Zwar habe ich dem LXDE-Release, trotz Beta-Status, eine Chance gegeben, aber da dieses mein Mobiltelefon nicht erkannte und es somit als Modem nicht nutzbar war, schied es aus.

Die Installation war unkompliziert. Mit UNetbootin einen Live USB-Stick erstellen, in den Eee PC stecken und booten. Nach der Grundinstallation das System updaten und die gewünschte Software installieren. EB3 hat bei mir out of the box das Nokia E51 erkannt und mobiles Surfen war somit per UMTS ohne Probleme möglich. Ebenso gab es keinerlei Probleme eine Canon 450D per USB-Kabel anzuschließen und die Bilder zu importieren. Zum verwalten und konvertieren ist auf dem Eee am besten Rawstudio geeignet, welches diverse Raw-Formate erkennt. Zum Browsen im Internet eignet sich SR Iron, ein Fork von Google Chrome, sehr gut, der als Beta in der Version 4.0.275 für Linux zur Verfügung steht.

Alles in allem ist der – inzwischen uralte – Eee PC 701 ein idealer Begleiter, der für die meisten Aufgaben – egal ob Email, im Internet browsen, Musik hören, Filme anschauen, Texte und Blogeinträge schreiben oder auch mal das ein oder andere Foto zu bearbeiten – völlig ausreicht, dabei im Gegensatz zu den herkömmlichen Laptops kaum Platz in der Tasche beansprucht und perfekt auf die Klapptische im Flugzeug passt.

2 Kommentare

Eingeordnet unter IT & Medien, OpenSource

2 Antworten zu Und der Eee PC läuft und läuft…

  1. Das klingt sehr gut! Ich werde mal das Ubuntu auf meinem Laptop testen. Möglicherweise ist das dann auch dei Zeit von Windows im Privaten Bereich wegzukommen…

  2. So schlecht ist Windows nun auch wieder nicht ;-)

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